social correctness?

Eine Teilnehmerin bricht das Qigong - Seminar ab. Begründung u.a.: Ungefragt zur Korrektur körperlich berührt worden zu sein.
Liebe Gemeinde, mir ist das peinlich, danach zu fragen und ich hab mich ne Weile drum gedrückt. Mir ist es selbstverständlich, in meinen Kursen und Seminaren die Teilnehmer auch "handgreiflich" zu korrigieren. Über Antworten bin ich wirklich dankbar, es kann uns allen nur weiterhelfen.
1) Lehnst du es grundsätzlich ab, in einem Qigong oder Taijiquan Seminar zur Korrektur körperlich berührt zu werden?
2) Möchtest du, wenn, dann zumindest vorher um Erlaubnis gefragt werden?
3) Wenn es dir persönlich egal ist; sollte die Kursleiterin/ der Kursleiter dieses Handeln
- vorher zumindest ankündigen?
- vorher um Einverständnis fragen?

Kommentare:

Helmut Oberlack hat gesagt…

Mir persönlich ist es recht, wenn ich "handgreiflich" korrigiert werde. Allerdings frage ich in meinen TJQ- bzw QG-Kursen vorher, ob jemand so nicht korrigiert werden will.
Allerdings ist es für jemanden, der/die nicht "handgreiflich" korrigerit werden will, es dann vor er Gruppe abzulehnen.
Geschickter ist es, gleich am Anfang des Kurses solche Korrekturen anzusprechen und den TeilnehmerInnen die Gelegenheit zu geben, später einem unter "4 Augen" ihre Probleme damit mitzuteilen.

christian auerbach hat gesagt…

genau, lieber helmut...

Anonym hat gesagt…

Eine wirkungsvolle Korrektur erfordert es, den zu Korrigierenden anzufassen und in die richtige Position zu stellen. Nur durch vormachen geht das nicht. Sonst könnte man ja auch tatsächlich per DVD lernen.

gabriela hat gesagt…

wenn ich einen kurs besuche, in dem es um arbeit mit/am köroer geht, muss ich mir darüber im klaren sein, daß es dabei auch zu berührungen kommen kann (sog. partnerübungen). wenn ich das nicht will, dann ist es wohl auch nicht der richtige kurs für mich und für die gruppe und den lehrer, das beste, ich gehe nach hause.
möglicherweise merke ich aber zu spät, daß memine erwartungen nicht zum kurs passen, und dann brauche ich einen grund, zu gehen. habe ich probleme damit, den wirklichen grund zu nennen, fällt mir vielleicht auch ein anderer ein.
wenn ich etwas lernen möchte, muß ich dankbar sein, korrigiert zuwerden, falls ich etwas nicht verstanden habe oder nicht richtig umsetzen kann. das ist doch der sinn eines kurses, oder hab ich da was nicht verstanden?
ich persönlich finde die diskussionen um das SIE oder DU in einem kurs und um das korrigieren/berühren etc. ziemlich ätzend. mit ist es lieber, gleich anfangs zu hören, "während des unterrichts hier machen wir das so und so, nachher könnt ihr das dann halten wir ihr wollt". dann kann ich sofort entscheiden, ob ich gehe oder bleibe. und wenn ich bleibe, dann ist alles, was danach geschieht, eine möglichkeit etwas über mich und meinen umgang mit anderen zu lernen.
als lehrerin/leiterin biete ich nur in absoluten ausnahmefällen sog. 4-augen-gespräche an. es gibt teilnehmerInnen, die solche angebote weidlich ausnutzen, wenn es sonst wenig gelegenheiten gibt, aufmerksamkeit zu bekommen.
weiterhin viel spass mit den kursen und "offeneren" teilnehmerInnen.

Detlef Zimmermann hat gesagt…

Ich schicke solche Teilnehmer/innen nach Hause.