Über dieses Projekt (Startseite)

Die Struktur und die Beiträge stammen von der englischsprachigen Seite des Taoist Information Center in Hongkong. Die Seite wurde inzwischen in ein WIKI umgewandelt und hatte lange Zeit nur wenige Topics eine etwas andere Struktur. Inzwischen ist es wieder nahe an der Vorgängerversion. Anscheinend wird das Wiki inzwischen weiter bearbeitet und somit ist dieser Blog auch noch nicht abgeschlossen. 

Allgemeine Darstellung des Daoismus. 

Der Daoistische Glaube

Daoistische Schriften                                                          


Der Daoismus in der Gegenwart

Diese Kapitel sind weiter untergliedert, die Topics der zweiten Generation sind bzw. werden rechts unter "Navigation" verlinkt. Das komplette Projekt besteht aus über 500 Beiträgen. Die vollständige Übertragung wird Zeit brauchen. Das Projekt hat lange geruht. Inzwischen sind auf dem Original neue Beiträge erschienen und ich werde sie nach und nach in dieses Blog übertragen. Es wird leichter sein als in der Vergangenheit, da wir inzwischen bessere Werkzeuge zur Verfügung haben. Dennoch ist es zeitintensiv. Deshalb bin ich für Unterstützung dankbar, als Mitarbeit oder in Form finanzieller Hilfe. 

Auf der ehemaligen Startseite wurde ein besonderer Dank ausgesprochen, den ich hier gerne weitergebe an Stephen R. Bokenkamp, Associate Professor, Department of East Asian Languages & Culture, The Indiana University

Auch danke ich David Palmer, der bisher die Übersetzungen der chinesischen Beiträge ins Englische vorgenommen hat und das Projekt editierte.



Mitarbeiter der deutschen Ausgabe:

Valentina Suknjaic (Übersetzungen)
Katrin Hage (Übersetzungen)
Yürgen Oster (Übersetzungen; Editor)

Rezepturen

Daoistische Medizin und ihr Beitrag zur chinesischen Heilkunde

Im Laufe der Geschichte haben daoistische Ärzte durch Forschung, praktische Erfahrung und die Anwendung von Heilmitteln einen bedeutenden Bestand wirksamer Arzneien der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) entwickelt. Dadurch leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur Entstehung und Weiterentwicklung der chinesischen medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaften.


Ge Hong

Ge Hong (葛洪) aus der Östlichen Jin-Dynastie war ein bedeutender Daoist, Alchemist und Mediziner. Neben seinen philosophischen und alchemistischen Arbeiten gilt er als wichtige Figur der frühen chinesischen Medizin.

Er verfasste unter anderem das Zhouhou Beiji Fang (《肘后备急方》, „Rezepturen für Notfälle hinter dem Ellbogen“) sowie das Yuhan Fang (《玉函方》, „Rezepturen aus der Jadebox“). Diese Werke zählen zu den wichtigen medizinischen Kompilationen der frühen chinesischen Medizingeschichte.


Liu Juanzi Guiyi Fang

Das Liu Juanzi Guiyi Fang (《刘涓子鬼遗方》, „Die hinterlassenen Rezepturen des Liu Juanzi“) stammt aus dem daoistisch geprägten Umfeld der Wei- und Jin-Zeit.

Es gilt als eines der ältesten bekannten chinesischen Werke zur Unfallchirurgie und hatte nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der chirurgischen Behandlungsmethoden in späteren Epochen. Auch in der japanischen medizinischen Tradition wurde es rezipiert, etwa im chirurgischen Teil des Werks Ishimpō (《医心方》, „Wichtige Arzneimittel“).


Tao Hongjing

Tao Hongjing (陶弘景) aus der Liang-Dynastie war ein bedeutender daoistischer Gelehrter, Arzt und Systematiker der Materia Medica.

Sein Hauptwerk ist das Bencao Jing Jizhu (《本草经集注》, „Gesammelte Kommentare zum Klassiker der Materia Medica“). Darüber hinaus verfasste er zahlreiche Schriften zu Medizin, Alchemie und Lebenspflege, darunter:

  • Baiyi Fang (wahrscheinlich „Einhundertundeine zusätzliche Rezeptur nach der Pulsdiagnose“)
  • Jingyan Fang (Allgemeine heilsame Rezepte)
  • Werke über Elixierherstellung und Lebensverlängerung
  • Aufzeichnungen über berühmte Ärzte und medizinische Traditionen

Lin Daoren

Lin Daoren (Lin Xiangru in manchen Überlieferungen des Materials) war ein daoistischer Heiler der Tang-Zeit, der sich insbesondere mit der Behandlung von Knochenbrüchen beschäftigte.

Auf Grundlage des Neijing (《内经》, „Inneres Buch“) entwickelte er Methoden zur Förderung der Heilung von Frakturen durch medizinische Anwendungen.

Sein Werk Xian Shou Li Shang Xu Duan Mi Fang (《仙授理伤续断秘方》, „Geheime von Unsterblichen überlieferte Rezepturen zur Behandlung von Verletzungen und Knochenbrüchen“) gilt als frühes Spezialwerk der Traumatologie.


Sun Simiao

Sun Simiao (孙思邈) aus der Tang-Dynastie zählt zu den bedeutendsten Ärzten der chinesischen Geschichte. Er verband medizinische Praxis mit daoistischer Lebenspflege und ethischen Grundsätzen der Heilkunst.

Seine Hauptwerke sind:

  • Qianjin Yaofang (《千金要方》, „Wichtige Rezepturen im Wert von tausend Goldstücken“)
  • Qianjin Yifang (《千金翼方》, „Ergänzende Rezepturen im Wert von tausend Goldstücken“)

Weitere Schriften behandeln Lebenspflege, Ethik und Longevity-Praktiken.

Sun Simiao wird aufgrund seiner medizinischen Verdienste und seiner humanistischen Haltung bis heute als „König der Medizin“ verehrt.


Liu Wansu

Liu Wansu (刘完素) aus der Jin- und Yuan-Zeit war einer der wichtigsten Vertreter der „Schule der Kälte und Kühlung“ in der TCM.

Seine Arbeiten umfassen unter anderem:

  • Interpretationen zu pathologischen Ursachen von Krankheiten
  • medizinische Rezeptursammlungen
  • Werke über Diagnostik und Behandlung fiebriger Erkrankungen

Er verband medizinische Theorie mit systematischer Krankheitslehre und beeinflusste die spätere Entwicklung der TCM nachhaltig.


Einfluss auf die chinesische Medizin

Die daoistische Medizin hat die Entwicklung der traditionellen chinesischen Medizin entscheidend geprägt.

Werke wie das Taiping Huimin Heji Jufang (《太平惠民和剂局方》, „Rezepturen des kaiserlichen Arzneibüros zum Wohle des Volkes“) der Song-Dynastie oder das Bencao Gangmu (《本草纲目》, „Kompendium der Materia Medica“) von Li Shizhen (李时珍) enthalten zahlreiche Erkenntnisse, Methoden und Arzneimittel, die auf daoistische Traditionen zurückgehen.

Der Einfluss daoistischer Ärzte und Gelehrter ist so umfassend, dass er sich nur teilweise historisch vollständig rekonstruieren lässt.


Autor: Jiang Sheng
Übersetzung: Lv Pengzhi / Katrin Hage
Redaktion (überarbeitet): Eli Alberts / YO

Das Unendliche und das höchste, äußerste Gesetz

Um vom Dao zu sprechen verwendet die daoistische Theorie oftmals den Begriff Grenzenlosigkeit ( 无极 Wuji*), so wie der Begriff „höchstes, äußerstes Gesetz“ (太极Taiji**) oft im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Chaos verwendet wird, das herrschte, bevor sich Himmel und Erde bildeten und das Yin vom Yang getrennt wurde.
Diese beiden Konzepte sind das Ergebnis einer tiefen Reflexion der Daoisten über die Gesetze, die den Gang der Welt bestimmen und sind eine wichtige daoistische Methode, die Welt zu beobachten. Die tiefe Bedeutung des Diagramms, welches das Taiji darstellt (太极图 Taijitu, bekannter unter dem Begriff Yin und Yang-Zeichen), hat zahlreiche Menschen dazu veranlasst, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen.


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Gemeinsamkeit und Unterschiede zwischen philosophischem und religiösem Daoismus

Der religiöse Daoismus1 ist die in China aus der chinesischen Kultur entstandene Religion, in welcher Langlebigkeit und Unsterblichkeit die höchsten Ziele des Glaubens darstellen. Langlebigkeit2 und Unsterblichkeit3 sollen erreicht werden durch einen Prozess des Nährens4, der Kultivierung und der Verfeinerung5 des Qi (Lebenskraft), sowie durch die Ausübung eines tugendhaften Lebens, um den Tod zu überwinden und die Ewigkeit zu erreichen.
Philosophischer Daoismus6 ist eine Strömung innerhalb der chinesischen Philosophie, während der religiöse Daoismus nun eine Religion ist. Allerdings sind beide eng miteinander verknüpft.
Der Kerngedanke des daoistischen Konzepts, "DAO", wurde übernommen und in die daoistische Religion umgewandelt und Laozi, der Begründer der daoistischen Philosophie wurde im religiösen Daoismus in der Gestalt des "Höchsten Ehrwürdigen Herrschers" als Göttlichkeit aufgenommen.
Das Buch Daodejing9 und das Buch Zhuangzi10, Klassiker der daoistischen Philosophie, wurden zu "Volkommenen Schriften" des religiösen Daoismus. Die Übernahme und Umgestaltung der Elemente taoistischer Philosophie in die daoistische Religion zeigt sowohl die Verbindungen zwischen den beiden als auch deren Unterschiede. So kann man sagen, dass die Orientierung der Werte bei beiden sehr verschieden sind.
Man kann die Entwicklung der daoistischen Philosophie in drei Stufen gliedern:
Lao-Zhuang daoistischen Philosophie12 der vor Qin-Ära;
Huang-Lao Daoismus13 der Qin-und Han-Dynastie, und
die "Wissenschaft der Mysterien'14 der daoistischen Philosophie der Wei und Jin-Dynastien.

Nach der Wei und Jin Epoche wurde Daoismus eine Sache der Vergangenheit, derweil die daoistische Philosophie vom religiösen Daoismus ersetzt wurde.
Darum wird schon nach der Jin Dynastie mit der "Daoistischen Schule" 15 die Religion gemeint, nicht mehr die Philosophie, es sei denn, das wird expliziet erwähnt. Der religiöse Daoismus übernimmt die Rolle des philosophischen Daoismus in seiner sozialen Rolle und Funktion.
Nach dem "Guide to Chinese Thought" des amerikanischen Professors T. Bischof, "gibt es keinen Grund, die daoistische Religion als ein Produkt der Degeneration und Korruption einer reinen daoistischen Philosophie zu sehen. Die Beziehung zwischen den beiden sollte in einem anderen Licht betrachtet werden. Das ideologische System der daoistischen Religion beinhaltet viele Aspekte, welche in der daoistischen Philosophie fehlen; Aspekte, die von größter Bedeutung für das praktische Leben der Menschen sind. Die daoistische Philosophie appelliert an die Logik und den Geist, während die daoistische Religion an die Emotionen der Menschen, ihre Gefühle und Interessen appelliert.

Der religiöse Daoismus nutzt den menschlichen Sinn für Angst und Geheimnisse, etwas, das vom philosophischen Daoismus ignoriert werden musste."
Betrachten wir die Unterschiede zwischen religiösem und philosophischem Daoismus, können wir sehen, dass, obwohl die beiden sich gegenseitig ergänzenden, die Religion sich mehr auf das praktische Leben der einfachen Leute bezieht.
Um Daoismus zu verstehen, ist es notwendig, deutlich auch die Unterschiede zwischen den religiösen und den philosophischen Aspekten zu erkennen, aber auch ihre innige Beziehung.


1) 道教 Daojiao
2) 长生 Changsheng
3) 成仙 Chengxian
4) 养生 Yangsheng
5) 修楝 Xiulian
6) 道家 Daojia
7) 道 Dao
8) 太上 老君 Taishang Laojun
9) 道德经 Daodejing
10) 桩子 Zhuangzi
11) 真经 Zhengjing
12) 老庄 道家 Laozhuang Daojia
13) 黄老道 Huanglaodao
14) 玄学 Xuanxue
15) 道家 Daojia


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Der Vorzeitliche Herr der Himmel

Der Ursprung des Vorzeitlichen Herrn der Himmel

Als einer der Drei Makellosen (三清 Sanqing) ist der Vorzeitliche Herr der Himmel (元始天尊 Yuan Shi Tian Zun) einer der höchsten Gottheiten des Daoismus. Er wurde geboren aus dem Lebens-Atem (氣 Qi) der Spontaneität (自然 Ziran) im Ältesten Höchsten Nicht-Sein.
Anfangs wurde er der Vorzeitliche König der Himmel (元始天王 Yuan Shi Tian Wang) genannt. The Book of Pillow Secrets/ Das Buch der Kissengeheimnisse (枕中書 Zhen Zhong Shu) von Ge Hong aus der Östlichen Jin Dynastie besagt:
„ Im großen Chaos, bevor es in Jin und Yang geteilt wurde, existierte keine Form. Ohne Himmel und Erde, Sonne und Mond, ähnelte es einem chaotischen und schwarzgelben Ei (玄黃 Xuan Huang). Bereits da nannte sich der Perfekte Mensch Pangu, als Essenz des Universums, schon Vorzeitlicher König der Himmel und existierte dort frei. Nachdem er Himmel und Erde durch deren Teilung erschaffen hatte, legte der Vorzeitliche König der Himmel seinen Körper ab und reiste mit seinem brillianten Geist durch die Himmel. Als er die Heilige Jungfrau des Höchsten Ursprungs (聖女太元 Sheng Nu Tai Yuan) sah und sich in ihre Reinheit verliebte, transfomierte er sich in blaues Licht und trat in ihren Mund ein. Von der Heiligen Jungfrau über zwölf Jahre ausgetragen, wurde er aus ihrem Rücken geboren. Ob im Stillen fortschreitend, sprechend oder ruhig, er war immer umgeben von farbenfrohen Wolken. Weil er in seinem früheren Leben Pangu und der Vorzeitliche König der Himmel war, wurde er nun der Vorzeitliche Herr der Himmel genannt.“
Der allumfassende Spiegel der Perfekten Unsterblichen die das Dao verkörpern (歷世真仙體道通鍳 Lishi Zhenxian Tidao Tongji) erklärt seinen Namen wie folgt:
“ (die Eigenschaft) Yuan bedeutet Ursprung; (die Eigenschaft) Shi bedeutet Anfang. Der vorzeitliche Lebens-Atem wandelte sich in den Menschen, der die Welt erschuf und wurde Pangu; nach der Umwandlung in den Patriarchen, der die Himmel regiert, wurde er der Vorzeitliche Herr der Himmel.

Das Leben im höchsten Wohnsitz der Himmel

Die Liste der Ränge der Perfekten Seelen (真靈位業圖 Zhenling Weiye Tu) von Tao Hongjing, einem außergewöhnlichen Daoisten der Qi und Liang Dynastie, besagt, dass der Platz wo die Geister verweilen der Palast der Jade Klarheit des 3fachen Ursprungs (玉清三元宮 Yu Qing San Yuan Gong) ist. Der Vorzeitliche Herr der Himmel lebt in der zentralen Position der obersten ersten Ränge, d.h., im Reich der Jade Klarheit (玉清境 Yu Qing Jing). Er besetzt die höchste Position im Himmel und lebt in höheren Sphären als die anderen 35 Himmel. Im Reich der Jade Klarheit gibt es Pavillions aus purpurnen Wolken und herrschaftliche Wohnsitze aus grünen Wolken. Alle Unsterblichen gehen regelmäßig zum Reich der Jade Klarheit um dem Vorzeitlichen Herr der Himmel Respekt zu erweisen.

Erlösung durch das Geheime Dao

Die Geschichte der Sui Dynastie besagt, dass der Vorzeitliche Herr der Himmel ewig existiert. Jedesmal wenn Himmel und Erde entstehen, eröffnet er das neue Äon/Weltalter und rettet die Menschen, indem er sie die Geheimnisse des Daos lehrt.
„ All die, die er rettet sind höhergestellte Unsterbliche, wie die Obersten Ehrwürdigen Herscher (太上老君 Tai Shang Lao Jun), die Obersten Ältesten (太上丈人 Tai Shang Zhang Ren), der Kaiserliche Mensch der Angeborenen Perfektion (天真皇人 Tian Zhen Huang Ren), und die Himmlischen Imperatoren der Fünf Richtungen (五方天帝 Wufang Tiandi), als auch die Unsterblichen Beamten (仙官 Xianguan) ."

Verehrung

In den meisten daoistischen Tempeln gibt es eine Halle der Drei Makellosen, in der die zentrale Position eine Skulptur des Vorzeitlichen Herrn der Himmel einnimmt, mit einer Perle des ursprünglichen Chaos (混元珠 Hun Yuan Zhu) in seiner Hand. In großangelegten daoistischen Ritualen werden die Namen der Skulpturen der Drei Makelosen verehrt, mit dem Vorzeitlichen Herrn der Himmel in der zentralen Position. Der heilige Geburtstag des Vorzeitlichen Herrn der Himmel sind die ersten Tage des Mondjahres, aber viele Menschen aus dem Volk verehren ihn auch zur Wintersonnenwende.

Deutsch von Valentina Suknjaic

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Daoistische Naturwissenschaften

5.1.3

Daoistische Anhänger unterschiedlicher Dynastien sammelten eine Fülle von Erkenntnissen zum menschlichen Verständnis der Natur an, und gaben sie mittels daoistischer Ausbildung weiter, so dass das Wissen verbreitet und verifiziert werden konnte.
In der daoistischen Historie der Herstellung von Elixieren wurden große Leistungen auf vielen Gebieten der Naturwissenschaften vollbracht, wie zum Beispiel in der antiken Chemie, Pharmazie, Botanik, Mineralogie, Geography, etc.
Besonders beachtenswert ist, dass das damalige Verständnis der Stoffe wie Blei, Quecksilber, Arsen und die Gesetzmäßigkeiten ihrer Veränderungen mit den Grundlagen der heutigen Naturwissenschaften im Einklang stehen.
Aus der daoistischen Kunst der Elixierveredelung, wie den Kenntnissen über Flüssigkeiten zur Aufbereitung von Elixieren verzeichnet in „36 Arten von wasserartigen Lösungen“, sind viele Erfindungen und Entdeckungen hervorgegangen, beispielsweise das Aufbereiten von Schwefel, das Wissen über die Kupferherstellung- und Verarbeitung, etc.
Auf dem Gebiet der Medizin leisteten Daoisten ebenfalls viele entscheidende Erfindungen.


Daoistische Chemie
Die daoistische Alchemie ist der Vorgänger der modernen Chemie. Daoistische Alchemisten versuchten aus Mineralien und Pflanzen ein Heilmittel zur Unsterblichkeit auf chemischen Weg herzustellen. Sie glaubten.....


Daoistische Astronomie
Kosmologie:
Der Daoismus hat einen enormen Beitrag zur Entwicklung der antiken Astronomie geleistet, indem er das menschliche Verständnis für die äußere Welt vertiefte und ihn befähigte sie zu beherrschen ....


Daoist Geography

Daoist Mathematics and Physics

Daoist Concepts of Systems and Environmental Protection

Daoist Technological Achievements

Daoist Life Sciences

Daoist Psychology and Cognitive Science

'The History of Chinese Science and Technology' and 'The History of Chinese Daoist Science and Technology'


Notes:


Author: Jiang Sheng
Translator: Lv Pengzhi
Editor: Eli Alber
Deutsche Übersetzung: Valentina Suknjaic

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Das daoistische Denken vor der Qin-Dynastie


Bis zum Beginn der Qin-Dynastie kannte man den Daoismus als eine Philosophie, nicht als eine Religion. Die Bücher Laozi und Zhuangzi waren ursprünglich philosophische Werke und keine religiösen Schriften. Dass sie später zu den Lehrtexten des religiösen Daoismus(1) gerechnet wurden, ist das Ergebnis eines historischen Prozesses, in welchem die aufkommende daoistische Religion sich mehr und mehr auf die frühen philosophischen Werke bezog. Die frühe daoistsiche Philosophie(2) enthält eine umfangreiche Auswahl an verschiedenen Konzepten, die dazu geeignet waren, die Grundlage zu religiösen Lehren zu bilden.
Zum Beispiel legt die daoistische Philosophie großen Wert auf die Pflege und "Ernährung" des Lebens(3) ebenso auf Langlebigkeit. Es heißt im Laozi: "Der kultivierte Geist wird nicht sterben" (Kap.6) und "Das große Dao ist Unsterblichkeit und Allwissenheit" (Kap.?). Bei Zhuangzi heißt es, wer seinen Körper nicht erschöpft oder seinen Geist mit Sorgen überlädt, der kann Unsterblcihkeit erlangen, diese Welt des Staubs verlassen mit den Unsterblichen(4) zusammentreffen, auf den Wolken in das Reich der Götter fliegen.
Diese Gedanken wurden später zur Grundlage der Immortalisten im fortschreitenden religiösen Daoismus. Das Konzept von 'Dao' in den vor - Qin Philosophen enthielt mysteriöse Aspekte, die vom religiösen Daoismus weiter mystifiziert wurden, in denen die Konzepte vergöttlicht und personifiziert wurden, die Dao zu einem Schöpfer-Willen verdrehten. Auf diese Weise wurde die daoistsiche Philosophie in die Form einer religiösen Theologie gewandelt.

Einige Gelehrte betonen, dass die Philosophie von Laozi und Zhuangzi einen gemeinsamen Ursprung in primitiver Religion haben, dass sowohl der philosophische wie der religiöse Daoismus eine aus der gleichen archaisch religiösen Quelle stammen. Konsequenterweise gibt es eine sehr nahe Beziehung zwischen den beiden und der religiöse Daoismus ist die Fortsetzung des philosophischen. Diese Beziehung bezeichnet den Übergang von der Vor-Qin Ära und dem späteren religiösen Daoismus.
Die Geschichte der daoistsichen Philosophie kann als eine dreistufige Entwicklung gesehen werden:

• Die Pre-Qin Ära des philosophischen Laozi / Zhuangzi Daoismus, (vor 221 v.Z.)
• Huang-Lao Philosophie in den Qin- und Han - Dynastien, (221 v.Z. - 220 n.Z.)
• Mystischer Daoismus der Wei - und Jin - Dynastien (220 - 420 n.Z.)



Der philosophische Pre-Qin Daoismus bildet die Grundlage der Lehren späterer religiöser Formen des Daoismus. Die Philosophien des Huang-Lao Daoismus bilden eine Übergangsphase in der evolutionären Entwicklung des Daoismus. Der moderne Historiker Meng Wentong hebt in seiner Arbeit über die Geschchte des Daoismus hervor, dass in den folgenden Wei und Jin Dynastien die Lehren Laozis und Zhuangzis von allen Schülern daoistischer Religion als die Essenzen des daoistischen, religiösen Denkens anerkannt wurden. Es ist unmöglich, von Daoismus zu reden und dabei Laozi und Zhuangzi zu ignorieren. Die Gedanken der Pre-Qin Philosophen sind der Ursprung aller späteren religiösen Ideen.

 




Author : Li Gang

Translator: David Palmer
Deutsche Übersetzung: YO

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Laozi

Nach den Aufzeichnungen der Historiker stammte Laozi ursprünglich aus Ku, einer Stadt im Staate Chu. Serin Familienname war 'Li' und sein Vorname 'Er', selbst nannte er sich 'Dan'. Er lebte während der Zhou Dynastie (ca. 11th Jahrhundert v.Z. bis 256 v.Z.) und waltete als Leiter der Staatlichen Bibliothek. Es wird behauptet, Konfuzius hätte ihn mit einem 'Drachen' verglichen, nachdem er ihn mit Fragen über Ettikette konsultiert hatte.
Auf eine Anfrage von Yinxi, der am westlichen Pass des Staates Chu ein Observatorium eingerichtet hatte, schrieb Laozi das Buch Daodejing(1), ein Werk in zwei Kapiteln, welches sich mit dem Weg, dem Lauf der Welt, und dem Folgen des Weges, der Tugend beschäftigt. Später wurde dieses Buch die bedeutendste Schrift des religiösen und philosophischen Daoismus.
Schon in der frühen Zeit der Han Dynastie (202 v.Z. - 220 n.Z.) zirkulierten in der Bevölkerung verschiedenste Geschichten und Gerüchte über Laozi. Demnach war er mal ein alter Mann mit Namen Lao Laizi, oder ein Beamter der Zhou mit offiziellem Namen Zhan, der mit der Aufgabe betraut war, eine Sammlung historischer Dokumente zusammen zu stellen. Aber es gab auch gänzlich andere Meinungen. Das führte zu heftigen Debatten über die Herkunft des Buches. (Die auch heute noch anhält. Anm. d. Übers.) Selbst der berühmte Historker Sima Qian konnte nicht Laozi Identität bestimmen und bezeichnete ihn in seinem Buch als 'Yinjunzi', der Mann, der keine Spuren hinterließ. In solchen Geschichten variieren auch die Angaben über Laozis Alter zwischen 160 und 200 Jahren. Er soll so lange gelebt haben als Folge seiner Lebensweise, dem Befolgen des Dao.
Laozi war ein berühmter und herausragender Denker der Vor-Qin Periode und sein Buch vom Dao und der Tugend hatte einen tiefen und starken Einfluss auf die späteren Perioden. Die Kaiser der Tang Dynastie (618 - 907) gaben ihm den Ehrentitel "Höchster Kaiser der geheimnisvollen Herkunft"(2). In der Song Dynastie (960 - 1279) wurde ihm weiterhin der Titel "Oberster Ehrwürdiger Herrscher und Kaiser der Höheren Tugendhaftigkeit des ursprünglichen Chaos" (3) verliehen.
Der religiöse Daoismus beruft sich auf Laozi als seinen Gründer. Dementsprechend wird er als "Höchster Ehrenwerter Herrscher"(4) bezeichnet. Auch verehrt man ihn als den "Himmlischen König des Dao und der Tugend", einen der "Drei Makellosen" des religiösen Daoismus. Nach den Daoistischen Schriften hat Laozi seit frühesten Zeiten ständig sein Erscheinen verändert und kam regelmäßig in diese Welt, um das Dao und sein Befolgen zu lehren.






Author: Li Gang

Translator: Gou Bo 
Copy / YO
Editor: David Palmer


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Der Gelbe Kaiser

Der Gelbe Kaiser gilt als Ahnherr aller Chinesen. Sie bezeichnen sich als die Nachfahren des Yan Kaisers und des Gelben Kaisers. Der Gelbe Kaiser wird auch Xuanyuan genannt. Nachdem er den Yan Kaiser bsiegt hatte, wurde China zu einer Nation vereinigt. Während seiner Regentschaft schuf er öffentliche Ämter und suchte nach talentierten Mitmenschen, um diese Positionen zu besetzen. Er schuf auch den ersten Kalender, betete zu den Geistern der Berge und Flüsse. Man schreibt ihm die Erfindung von Pfeil und Bogen zu, den Bau der Häuser, Kleiderherstellung, auch die ersten Schriftzeichen soll er entwickelt haben sowie Musikinstrumente.
Zu seiner Zeit begann und entwickelte sich die alte, chinesische Kultur. In den alten Legenden schrieb man ihm auch die mystische Kunst des "Dracheflug" zu. Seitdem wird der Gelbe Kaiser im Daoismus als ein Unsterblicher verehrt, einer der fünf Berrscher des Himmels. Viele Schriften des daoistischen Kanons wurden in seinem Namen verfasst, wie des Gelben Kaisers Buch der Geheimen Korrespondenzen und des Gelben Kaisers Drachekopf-Schrift.



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Daoistische Chemie

Ursprünge:

Die daoistische Alchemie ist der Vorgänger der modernen Chemie. Daoistische Alchemisten versuchten aus Mineralien und Pflanzen ein Heilmittel zur Unsterblichkeit auf chemischen Weg herzustellen. Sie glaubten, dass sie Unsterblichkeit erlangen könnten, indem sie solche Heilmittel einnahmen. Obwohl sie es nie wahrgenommen haben legten ihre Absichten, Beobachtungen, chemischen Experimente, Errungenschaften und ihre Instrumente, Ausrüstung und Methoden einen Grundstein für die moderne Chemie. Somit kann daoistische Alchemie auch als daoistische Chemie bezeichnet werden.

Entwicklung:
Ihren Ursprung hatte die daoistische Alchemie in der daoistischen Jilu (Elixier-Kessel) Sekte. Li Shaojun von der Westlichen Han Dynastie läuterte Gold mit Zinnober.
Liu An, der König von Huainan, warb einst Magier an, um Elixiere zu läutern. Er selbst beschäftigte sich ebenfalls mit diesen Praktiken. Als der organisierte Daoismus in der Östlichen Han Dynastie gegründet wurde, war die daoistische Alchemie weit entwickelt. Während der Jin und der Südlichen und Nördlichen Dynastien, waren die Schmelz- und Feuerungstechniken der daoistische Alchemie voll ausgereift, sowohl in der Theorie als auch der Praxis. In der Tang Dynastie erreichte die daoistische Alchemie ihre Blütezeit. Der Adelsstand vertiefte sich in die Suche nach göttlichen Elixieren und goldenen (Zauber-) Tränken auf der Jagd nach Langlebigkeit. Der Tang Kaiser Taizong war einer von ihnen. In der Song Dynastie mangelte es der daoistischen Alchemie an Kreativität. Sie wurde umständlich und langweilig, und umhüllte sich vorsätzlich in Mystik, so dass Menschen sie als Deckmantel nahmen und dazu benutzten Ruhm zu erlangen, indem sie die Öffentlichkeit betrogen. Die daoistische Alchemie zeigte Anzeichen von Verfall. In der Ming Dynastie erreichte die daoistische Alchemie viel Aufmerksamkeit, als einige Kaiser nach Einnahme der Elixiere verstarben. Als die daoistische Alchemie keine Langlebigkeit bewirken konnte, dafür aber die Korrupten und Verirrten begünstigte, wurde endlich der Weg zur Inneren Alchemie frei.

Theoretische Grundlagen:

Die Alchemisten dachten, dass durch die Einnahme einer Substanz, die nicht in Feuer verbrennt, nicht im Wasser verfault und nicht in der Erde zersetzt wird, sie die gleichen Eigenschaften erwerben würden wie die Substanz selbst. Somit würden ihre Knochen fest werden und sie würden körperliche Langlebigkeit erlangen. “Stark zu werden durch Einnahme von äußeren Substanzen“ ist die theoretische Grundlage der daoistischen Alchemie.

Author: Jiang Sheng
Translator: Chen Xia
Deutsche Übersetzung: V.S.

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Zhuangzi

Zhuangzi war ein Philosoph der vor-Qin Ära, vor 221 v.Z. Gemäß den Historischen Aufzeichnungen war sein Familienname Zhou und er selbst nannte sich Zixiu. Er stammte aus Meng im Staate Song. Sein ganzes Leben über lebte er in Armut und zeigte kein Interesse an Karriere und Ruhm. Er schrieb das Buch Zhuangzi, in welchem er eine Philosophie, ähnlich der Laozis verbreitete, aber auch mit eigenen Gedanken durchsetzt. Das Buch hatte großen Einfluss auf spätere chinesischen Philosophie und Literatur.
 

Zhuangzi war ein Schüler des Changseng Gongzi und kultivierte Dao als Einsiedler am Baodu Berg. Man sagt von ihm, er habe das magische Zinnober gegessen und sei am helllichten Tag in den Himmel aufgefahren, wo er die Stellung des höchsten Bibliothekars der klassischen Bücher im Bereich des Höchsten Letzten eingenommen habe.
Während der Herrschaft des Xuanzong der Tang Dynastie erhielt Zhuangzi den Titel der Vollkommenen Menschen von Nanhua und sein Buch wurde umbenannt zum Vollkommenen Buch von Nanhua (Daher der von Wilhelm gewählte deutsche Titel "Das Buch vom Südlichen Blütenland) In der Song Dynastie ehrte Kaiser Zengzong ihn als Vollkommenen Herrscher über die feinste Erhabenheit und wahrhaftiger Durchdringung.



Author: Li Gang

Translator: David Palmer 

Copy Editor: David Palmer
Deutsche Übersetzung: YO

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Daoistische Medizin

Definition:

Als Ergebnis der gegenseitigen Annäherung von Wissenschaft und Religion ist die Daoistische Medizin eine Art religiöser Medizin: Sie ist darauf aus, ein langes Leben und Unsterblichkeit zu ermöglichen. Sie versucht, die Schwierigkeiten des Lebens und des Todes zu überwinden und bildet ein einzigartiges System, das Elemente traditioneller Medizin übernimmt, und dabei an ihren daoistischen Eigenschaften festhält.

Die wesentlichen Konzepte:

Im Daoismus hat das menschliche Leben einen hohen Stellenwert und die Lehre betont, „dass mein Leben von meinen eigenen Anstrengungen abhängt und nicht vom Himmel bestimmt ist“. So ist das höchste aller Ziele der Daoistischen Medizin die Langlebigkeit, abgesehen von der Vorbeugung und Heilung von Krankheiten. Die medizinischen Konzepte beinhalten die Einheit von Himmel und Mensch *1, die miteinander kommunizieren und übereinstimmen. Menschlicher Körper und Kosmos werden als Gesamtheit betrachtet, die eine gemeinsame Struktur haben. So folgt das Gedeihen und die Erhaltung des menschlichen Seins natürlichen Regeln. Daoistische Medizin betrachtet den ursprünglichen Lebenshauch *2, als Quelle der Myriaden von Lebewesen und Wurzel allen Lebens. Krankheit zu behandeln bedeutet, den gesunden Lebenshauch, die gesunden Energien *3, zu stärken und die schlechten Energien zu eliminieren, sowie die menschlichen physiologischen Funktionen ins Gleichgewicht zu bringen und zu harmonisieren. Geleitet von der Idee einer Vereinigung von Körper und Geist, wird der Geist durch die „Duale Kultivierung von Körperlichkeit und Spiritualität“ *4,dazu befähigt, den Körper zu schützen und Langlebigkeit zu erreichen.
Inhalt und Gestalt:
Die wesentlichen Güter der Daoistischen Medizin wie Pflanzenheilkunde, Akupunktur und Dekokten ähnelnd der modernen chinesischen Medizin. Gymnastik, Atemübungen, innere Alchemie (Meditation), Fasten, innere Körperreisen und Visualisierung und die Künste der Sexualpraktiken sind die wichtigsten der in der daoistischen Medizin angewandten Methoden. Talismane, Wahrsagerei, Zauberei, magische Wasser, Fasten und Spenden, Opfergaben und Gebete sind in der Medizin eng mit dem daoistischen Mystizismus verbunden und spielen eine psychotherapeutische Rolle.



Medizinische Ethik
Ge Hong betont bezüglich der medizinischen Ethik, dass es „für den Daoisten das erste Gebot sei, Menschen vor Gefahren zu retten, ihnen zu helfen, Unheil zu verhindern.....


Rezepturen
Im Laufe der Geschichte haben daoistische Ärzte eine große Anzahl wirksamer Arzneimittel der traditionellen chinesischen Medizin angesammelt ...


Science of Materia Medical
Collected Commentaries on the Materia Medica: The compilation of Collected Commentaries on the Materia Medica by the famous Daoist Tao Hongjing of the Southern Dynasties......



Author: Jiang Sheng
Translator: Chen Xia
Deutsche Übersetzung: Katrin Hage

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Daoistische Astronomie

Kosmologie:
Der Daoismus hat einen enormen Beitrag zur Entwicklung der antiken Astronomie geleistet, indem er das menschliche Verständnis für die äußere Welt vertiefte und ihn befähigte sie zu beherrschen. Die daoistische Lehre vertritt die Ansicht, dass das Universum aus der Leere erschaffen wurde. Das Buch „ Supreme Venerable Sovereign's Opening of the Heavens “*1 besagt zum Bespiel, dass der evolutionäre Prozess des Universums in mehrere Phasen gegliedert war, wie beispielsweise “Großer Ursprung”, “Chaotischer Ursprung”, „Höchster Anfang“, „Höchster Beginn“, „ Höchste Einfachheit“, „Chaos“, „Neun Paläste“, und „Ursprünglicher Herrscher“ (siehe S. 618, Band 34, Der Daoistische Kanon)*2. Obwohl diese Theorie nach wie vor Bestandteil des religiös-intellektuellen Systems ist, stellte sie die Weichen für das menschliche Verständnis des Universums und enthielt den Keim der Wissenschaft vom Universum. Die Daoisten kamen allmählich zu dem Schluss, dass das Universum evolutionäre Wachstumsprozesse, von klein (komprimiert) zu groß (expansiv), durchlaufen hat. Ge Hong vertrat die Auffassung, dass „Pangu die Welt erschuf“, wie beschrieben in Three-Five Calendar *3 von Xu Zheng von den Drei Königreichen. Besagt wird, dass „bevor sich Himmel, Erde, Sonne und Mond formierten das Universum die Form eines Ei’s hatte; chaotisch, schwarz und gelb“, und dass Himmel und Erde nicht erschaffen wurden bis der Vollkommene Mensch Pangu im Universum herumstreifte und Sonne und Mond erschuf (Records of Immortals of the Original Beginning and the Highest Perfection *4, S. 23, Band 3, Der Daoistische Kanon)". Die daoistischen Theorien über das Universum entwickelten sich danach kontinuierlich weiter. Daoisten erklären die Struktur des Universums mit der Theorie des ganzheitlichen Himmels, in der Annahme, dass der Himmel als eine kugelförmige Hülle die Erde umschließt, während diese wiederum im Himmelsball in Form einer Platte gleitet, während Sonne, Mond und Sterne am Himmelsball befestigt sind, und der Auftrieb des "tie of the vital breath" Himmel und Erde befähigt nicht zusammenzufallen. Der berühmte Daoist Hao Datong der Complete Perfection Tradition *5 war ein Experte für Kalendarien und Arithmetik, während Zhao Youquin eine großangelegte Forschung in Astrophysik durchführte. Der Letztere studierte Sonnen- und Mondfinsternisse und führte optische Experimente durch. Viele seiner Experimente und Entdeckungen, aufgezeichnet in seinem Buch New Book on the Changing Astronomical Phenomena *6, waren revolutionär in der Geschichte der Astronomie.

Astrologie:
Im Daoismus wird angenommen, dass die Konstellationen am Himmel Wohnsitze von Geistern sind. Infolge des daoistischen Glaubens in die Theorie der Korrespondenz zwischen Himmel und Mensch, widmeten die antiken Daoisten viel Energie in die Beobachtung der Sterne und dem Zeichnen von Sternkarten (-tabellen). Die 28 Konstellationen des Himmels, welche Energieknoten und Ausrichtungen markieren, haben seit Beginn des Daoismus die Aufmerksamkeit der Menschen angezogen. Der Daoismus vertritt die Ansicht, dass die Verehrung des „ Großer Wagen/ Großer Bär“ Unheil vermeidet und Krankheiten beseitigt, die Lebensspanne verlängert und Langlebigkeit erreicht wird. Deshalb gibt es im daoistischen Kanon eine große Anzahl von daoistischen Schriften mit Gebeten an den Großen Wagen oder seine Konstellationen betreffend, und zahlreiche Schriften sind mit Sternkarten (-tabellen) vom Großen Wagen illustriert. Viele antike chinesische Astronomen und Astrologen waren Daoisten oder Personen, die vom Daoismus beeinflusst wurden, wie zum Beispiel Li Chunfeng, Yuan Tiangang, usw.

Kalender:
Basierend auf den Beobachtungen der Gesetze des Himmels, der Erde und des Universums, etablierte der Daoismus den „Kalender der 24 energetischen Knoten“, der einen wichtigen Einfluss auf die nachfolgenden chinesischen Kalender hatte (Details, siehe S. 438, Band 28, Der daoistische Kanon). Der daoistischen Kanon enthält auch einen Kalender mit dem Namen „Kalender der 28 konstellationen", ein „Sonnenkalender“ der sich vom staatlichen unterscheidet. Er setzt fest, dass ein Jahr 12 Monate und jeder Monat 30 Tage hat. Das Jahr wird in zwei Hälften geteilt, die erste Hälfte beginnt mit der Kui Konstellation und die Zweite mit der Jiao Konstellation. Dieser Kalender hatte bedeutenden Einfluss auf den „Kalender der 12 Lebens - Atmen“ abgefasst von Shen Kuo.

Zeitmessung:
Das charakteristische an den daoistischen Kultivierungsmethoden sind die exakt festgelegten Zeiten zur Kultivierung der Inneren und Äußeren Alchemie. Ein Ergebnis daraus war, dass viele Daoisten sich in Zeittechniken vertieft haben, so dass sie sehr viele wertvolle Beiträge auf diesem Gebiet erbrachten. Einer der bedeutendsten Vorschläge von ersten daoistischen Anhängern, der auch während der Regierungszeit des Herrschers Aidi von der Han Dynastie anerkannt wurde, war, dass die 100 Grad-Abstufung, die die Standardabstufung des Zeitinstrumentes „louke (eine Art von Wasseruhr, ähnlich der Klepshydra) “ war, in eine 120 Grad-Abstufung geändert wurde (siehe „Biographie von Li Xun“ in Geschichte der Han). Der Daoist Li Lan von der Nördlichen Wei Dynastie erfand den “chenglou” (Balkenwaagenzeitmesser). Nach einer Optimierung in der Song Dynastie wurde die Waage von der Regierung bis zur Nördlichen Song Dynastie benutzt. Tao Hongjing, ein berühmter Daoist der Südlichen Dynastie, entwarf einmal eine „natürliche louke“. Seine Begründung war, dass „fließendes Wasser zu einer natürlichen Wasseruhr gemacht werden kann. Sodann würden die 12 Stunden in Umlauf gebracht und die Menschen müssten nicht mehr warten und aufpassen“ (S. 735, Band 22, Der daoistische Kanon). Die Daoisten der “Complete Perfection Tradition” haben sogar viele nützliche Zeitmessinstrumente erfunden, die „ausgeklügelt, fein und einfach waren“ (siehe S. 137, Band 32, Der daoistische Kanon).


Author: Jiang Sheng
Translator: Lv Pengzhi / Valentina Suknjaic
Editor: Eli Alberts/ YO



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Medizinische Ethik

Ge Hong betont bezüglich der medizinischen Ethik, dass es „für den Daoisten das erste Gebot sei, Menschen vor Gefahren zu retten, ihnen zu helfen, Unheil zu verhindern, sie von Krankheiten zu heilen und vor dem Tode zu bewahren.“

Der Daoist Sun Simiao, ein renommierter daoistischer Gelehrter und Arzt der Sui- und Tang-Dynastien, wurde von nachfolgenden Generationen als „König der Medizin“ verehrt. Seine Arbeiten Wesentliche Verschreibungen, die 1000 Goldstücke wert sind (1) und der Nachtrag zu den Verschreibungen, die 1000 Goldstücke wert sind (2) sind zwei wichtige Klassiker auf dem Gebiet der traditionellen chinesischen Medizin und Wissenschaft. Er ermahnt Ärzte: „Menschliches Leben ist grundlegend und eben so viel wert wie 1.000 Stück Gold. Der Verdienst, jemandes Leben durch eine Verschreibung zu retten übertrifft noch die Heilung an sich (siehe). Aus diesem Grund trägt mein Buch diesen Titel.“

Er hält Ärzte dazu an, danach zu streben, Leben zu retten, und nicht, „selbstgefällig zu werden oder nach Ruhm und Komplimenten zu haschen, wenn es um menschliches Leben geht – denn das ist alles andere als mildtätig.“ (Wesentliche Verschreibungen, die 1000 Goldstücke wert sind). Auch sollte ein Arzt „wagemutig sein, und doch gewissenhaft, er sollte intelligent denken und doch ordnungsgemäß handeln.“ („Bibliography of Sun Simiao” in An Old History of the Tang). Patienten sollen gleich behandelt werden, zwischen Adel und Volk soll nicht unterschieden werden. Er schreibt: Ärzte sollen frei von persönlichem Begehren oder Habgier sein. Mit Mitgefühl sollen sie sich dazu verpflichten, Menschen von ihren Leiden zu erlösen.“

Wenn kranke und unglückliche Menschen kommen und um Hilfe suchen, dürfen Ärzte nicht danach schauen, ob sie adelig sind oder aus dem Volk stammen, arm oder reich sind, alt oder jung, schön oder hässlich, Feind oder Freund, Chinese oder Barbar, intelligent oder schwachsinnig. Sie sind alle gleich und sollten alle behandelt werden wie nahe Verwandte. Ärzte sollen weder vor noch zurück schauen oder sich um ihre eigenes Glück oder Sicherheit sorgen. Stattdessen sollten sie das Leiden der anderen als ihr eigenes betrachten. „Sie sollen der Menschen Herzen und Seelen retten, ob tags oder nachts, bei Kälte oder Hitze, und sich nicht scheren, ob sie selbst hungrig sind oder müde. Solch ein Arzt kann ein großer Retter der Menschen sein. Doch sein Gegenteil wäre ein Fluch für die Menschheit. (Wesentliche Verschreibungen, die 1000 Goldstücke wert sind). Ärzte sollten das Schmutzige und Stinkende nicht meiden, sie sollten nicht nach Geld gieren. Bei ihrer Arbeit müssen sie bescheiden und umsichtig sein, gelehrsam und wissbegierig, aber nicht eingebildet und nach sozialer Anerkennung strebend. Sun Simiaos Ausführung der beruflichen Ethik, die ein guter Arzt haben sollte, ist aber noch weitaus umfangreicher.



Author: Jiang Sheng
Translator: Lv Pengzhi Deutsche Übersetzung: Katrin Hage
Editors: Eli Alberts/ YO


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Daoistische Unsterblichkeit: Die Unsterblichkeit kann angestrebt und erlernt werden

Das Pantheon der daoistischen Unsterblichen

Der Daoismus ist eine polytheistische Religion, deren Gottheiten ein Pantheon von Unsterblichen (1) bilden, die sich in drei Ebenen aufteilen.
Die erste Ebene besteht aus den Erhabenen Geistern des Ältesten Himmels (2); sie sind die Vollkommenen Geister des Ältesten Himmels (3), die bereits existiert haben bevor Himmel und Erde geteilt wurden. Sie umfassen die Drei Makellosen (4), die Drei Himmlischen Beamten (5,) die Vier Himmlischen Minister (6,) die Sternenfürsten der fünf Planeten und Sieben Sterne (7), die Vier Göttlichen Tiere und 28 Konstellationen (8), etc.

Die zweite Ebene beinhaltet die Vollkommenen Unsterblichen (9,) die das Dao erlangten nachdem Himmel und Erde erschaffen wurden. Genannt werden sie die Gottheiten des Späteren Himmels (10), denn sie waren ursprünglich gewöhnliche Menschen, die zu Unsterblichen wurden, nachdem sie das Dao kultivierten. Sie schließen die Drei Mao Fürstenbrüder (11), die Acht Unsterblichen (12) und andere ein.

Die dritte Ebene besteht aus Gottheiten der Volksreligion, die im Daoismus anerkannt werden, wie zum Beispiel die Türgeister (13), Geister des Wohlstandes (14), Küchengeister (15), Erdgeister (16), die mütterliche Herrscherin (17), Kaiser Guan (18), der Heilige Gründerkönig von Zhang (19), die Flussufer-Lady (20) , etc.

Bei näherer Betrachtung der Funktionen und spirituellen Eigenschaften der drei Götterebenen können wir erkennen, dass sie eine analoge Struktur zum vorherrschenden administrativen System der menschlichen Gesellschaften bildet. Unter ihnen, besetzen die Vollkommenen Weisen des Ältesten Himmels die höchsten Positionen. Sie sind zugleich omnipräsent (allgegenwärtig) und omnipotent (allmächtig). Dagegen können die volkstümlichen Gottheiten nur einen Aspekt des menschlichen Lebens beeinflussen, daher ist ihre Position niedriger.

In „Großes Gesetz des Himmlischen Schatzes der höchsten Klarheit (21) der Südlichen Song Dynastie, ist eine Liste von 360 Unsterblichen für rituelle Opfergaben verzeichnet, in welcher die Unsterblichen in 11 Ränge geteilt sind. Obwohl der Daoismus polytheistisch ist, hat er dennoch eine gewisse innere Einheit, da alle Götter Manifestationen des Dao sind und Dao-Natur (22) besitzen. Daoistische Unsterbliche sind alle aus Lebens-Atem gemacht, d.h. sie sind Ausstrahlungen des Lebens-Atems (23) . Das Buch der allumfassenden Göttlichkeit (24) besagt: ‘ Das große Dao sendet Geister herab und nimmt sich allem an. Viele haben einen Namen, aber keinen Stil; viele haben Stil, aber keinen Beinamen; und viele haben einen Rang aber keinen Namen. Jeder hat spezifische Merkmale und alles ist unterschiedlich. Demnach sind alle wahren Geister vom Dao erschaffen worden.’
Unsterblichkeit kann angestrebt und erlernt werden: Der Hohe Priester Pan Shizheng aus der Tang Dynastie, von der Schule der höchsten Klarheit (25), sagte einmal: „Ein Weiser (26) ist jemand, der sich über das Mysterium bewusst geworden ist.“ Alles hat eine Form und alles hat Dao-Natur. Beim Erlangen des Dao gibt es Unterschiede in der Tiefe des Bewusstseins. Derjenige, der in der gewöhnlichen Welt bleibt und nicht mit der Vollkommenheit kommuniziert, erlangt nicht das Dao. Der, der sich der Nähe bewusst ist, aber nicht der Ferne, wird nicht ein Weiser genannt. Da alles Dao-Natur besitzt, teilen sich alle daoistischen Unsterblichen und Anhänger die gemeinsamen essentiellen Merkmale des Dao und des Lebens-Atems.

Die Unsterblichen sind besorgt um die Menschenleben und betreten daher häufig diese Welt, um die Menschen zu führen und diejenigen zu retten, die eine bestimmte Verbundenheit besitzen. Viele der Unsterblichen des Ältesten Himmels waren auf diese Weise zum Dao gelangt und verfeinerten es zur Vollkommenheit durch göttliche Führung.
Denjenigen, denen nicht bestimmt ist einem Vollkommenen Unsterblichen zu begegnen, sollten Tugend sammeln, gute Taten vollbringen und beharrlich das Dao kultivieren und verfeinern (27), bis sie erleuchtet werden und das Dao erlangen, indem sie den Zustand erreichen, wo „der Körper mit dem Dao vereint ist und in der Lage ist mit ihm (dem Dao) zu kommunizieren.“ Dann tritt man in das Reich der Unsterblichen, die sich nicht länger der Geburt und dem Tod unterziehen, nicht beeinträchtigt werden durch Wasser oder Feuer, und die ganz nach ihrem Willen kommen und gehen. Daher können daoistische Anhänger zu Unsterblichen beten und mit ihnen kommunizieren, sowie ihren Schutz und Aufklärung erhalten; sie können sich mit dem Dao auch selber befassen und es kultivieren bis sie in den Rang der Unsterblichen eintreten können.

(1) 神仙 Shenxian
(2) 先天尊神 Xiantian Zunshen
(3) 先天真神 Xiantian Zhenshen
(4) 三请 Sanqing
(5) 三官 Sanguan
(6) 四御 Siyu
(7) 五星七曜星君 Wuxing Qiyao Xingyun
(8) 四零二十八宿 Siling Ershiba Xiu
(9) 仙真 Xianzhen
(10) 後天 神明 Houtian Shenming
(11) 三茅真君 Sanmao Zhenjun
(12) 八仙 Baxian
(13) 门神 Menshen
(14) 财神 Caishen
(15) 灶神 Zaoshen
(16) 土地 Tudi
(17) 妈祖 Mazu
(18) 关帝
(19) kaizhang Shengwan
(20) 邻水夫人 Linshui Furen
(21) 上情灵宝大法
(22) 道性 Daoxing
(23) 气 Qi
(24) 洞神经 Dongshen Jing
(25) 上情派 Shangqing Pai
(26) 圣人 Shengren
(27) 修楝 Xiulian

Author: Chen Yaoting
Translator: David Palmer/Valentina Suknjaic
Copy Editor: David Palmer


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Daoismus und die wissenschaftliche Zivilisation

Daoistische Medizin
Medizinische Ethik, Medical Prescriptions, Materia Medica......

Daoistische Health Cultivation
Dietetics, Living Environment, Sexual Arts and Discipline......

Daoistische Naturwissenschaften
Daoistische Chemie, Daoistische Astronomie, Daoistische Geographie......

The Great Dao of the Golden Elixir - Daoist Meditative Alchemy
The Book of the Yellow Court, On Sitting in Oblivion and The Heavenly Hermit, The Magical Formulas of Lady Sun Bu'er by Sun Bu'er......

Daoism Martial Arts
Taiji Boxing, Wudang Eight-Trigram Boxing, Wudang Fencing......



Daoismus ist die Grundlage der chinesischen Wissenschaften und Technologie.




Dr. Joseph Needham sagte: "Daoistische Gedanken sind die Wurzeln von Wissenschaft und Technologie in China." Wie andere Religionen auch, hat der Daoismus eine mysthische Strömung, aber er hat seine eigene einzigartige Entwicklung genommen. Angeregt und geleitet von dem Ideal der Unsterblichkeit, haben unzählige Daoisten die geheimnisse der Natur erforscht, haben sich mit wissenschaftlichen Experimenten beschäftigt und leisteten dabei große Beiträge zur Entwicklung der menschlichen Zivilisation. Ihre reichhaltigen und wervollen Ausführungen werden auch heute noch als Höhepunkte gefeiert.





Die daoistischen Wissenschaften und Technologien haben große Leitungen erbracht.


Die daoistsichen Zweige der Wissenschaften und Technologien spielten in der Geschichte Chinas eine wichtige Rolle.Die vier größten Erfindungen Chinas, der Kompass, das Schwarzpulver, Papier und Druckpresse, stehen in enger Verbindung mit den daoistsichen Forschungen. Die daoistsichen Forschungen waren sehr umfangreich. Die Kunst des goldenen Elexiers*1 bei der es darum geht, eine Medizin zur Erlangung der Unsterblichkeit herzustellen, war Ursprung früher Metallurgie und Chemie. Innere Alchemie verfolgte die Geheimnisse des menschlichen Körpers und Wesens und steht in ihren Inhaltenheutigen Begriffen nahe wie: Neurologie, Psychologie, Gerantologie und der Pflege des Äußeren, also Begriffen der Wissenschaften vom Körper. Daoistische Atemübungen*3, Gymnastsiche Übungen *4, Visualisationen*5, die Suche nach Einheit *6, Fastenmethoden, Diätethik und die Künste der sexuellen Vereinigung*7 sind vergleichbar unseren Forschungen in Psychosomatik, der körperlichen Übungen, Ernährungslehren, Gesundheitsvorsorge, sexueller Medizin und sexueller Psychologie. Der Daoismus brachte eine große und reichhaltige medizinische Wissenschaft hervor, wovon noch viele Bereiche auch heute noch Anwendung finden. Daoistische Überlieferungen enthalten Wissen über infektiöse Erkrankungen, Kartographie, Kampfkünste und Kriegsführung. Daoistische Wissenschaften berühren ebenso die Astronomie, Geologie, Pharmakologie und Mineralogie. Das daoistsiche Wissen über Metaphysische Wissenschaftenwie z. B. paranormale Kräfte, menschliche Parapsychologie und Weissagungen versprechen ebenfalls ein reichhaltiges Materialfür modernen wissenschaftliche Untersuchungen.


Daoistsiche Wissenschaften und Technologie nehmen eine herausragende Position ein.

Die daoistsichen Wissenschaften und Technologien sind eine Schatzkammer voll profunder und scharfsinniger Weisheit. Die daoistischen Forscher der Vergangenheit machten viele bedeutende wissenschaftliche Erfindungen. Einige Beispiele: Hu Gangzi aus der östlichen Han Dynastie machte erfolgreiche Experimente zur Verfeinerung von Gold. Hua Tuo, der berühmte Arzt der Periode der drei Königreicheführte die Anästhesie bei Operationen ein. Ge Hong aus der Zeit der Östlichen Jin unternahm erstmals chemische Experimente, wie sie zuvor noch niemals stattgefunden hatten. Tao Hongjing aus der Zeit der Südlichen Dynastien schrieb Kommentare zu Shen Nongs Materia Medica, wodurch diese wertvollen Texte der chinesischen Medizin erhalten blieben. Daoistische Priester erfanden das Schwarpulver, den Kompass und die Druckpresse auf ihrer Suche nach Leben verlängernden Elexieren. Zhang Zhi aus der Tang Zeit studierte Optische Erscheinungen und entwickelte moderne optische Geräte. Der Berühmte Arzt Sun Simiao leistete herausragende Beiträge zur Entwicklung der chinesischen Medizin. Der Perfekte Mensch Yan aus der fünften Dynastie war der Urvater der Anatomie, Tan Qiao studierte Gesetze der Optik und die reflektionen von Spiegeln, Zhang Boduan, ein Daoist der inneren Alchemie aus der Song Dynastie machte herausragende Entdeckungen über den Verlauf der inneren Kanäle und der Anwendungen in der Akupunktur. Zhao Youqin aus der Yuan Zeitmachte Langzeit - Experimente zur Bestimmung einiger Naturgesetze. Sein widchtigsten Experimente wurden zwei Jahrhunderte früher als die des italienischen Physikers Galileo durchgeführt. Daoistische Wissenschaften und Forschungen haben viele Bereiche berührt und einige davon sind noch heute von praktischem Nutzen.







Author: Jiang Sheng

Translator: Chen Xia
Deutsche Übersetzung: YO


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Der Vorgang der Entstehung der Welt

Universale Zyklen oder Kalpas




Der Begriff der Universalzyklen ist ein wichtiges Konzept in der daoistischen Kosmogonie. Das Konzept der Universalzyklen stammte aus Indien. Darunter vesteht man das Universum als einen endlosen Prozess der Wiederholung von Zyklen; jeder Zyklus hat einen Anfang und ein Ende. Nach dem Ende eines Zyklus, fällt das Universum in Dunkelheit und alles im Universum wird zerstört.
Nur jene, die Unsterblichkeit erreicht haben, sind in der Lage, die Apocalypse eines Zyklus-Endes zu überleben. An diesem Punkt fängt ein neuer Zyklus an. Die Hauptuniversalzyklen selbst bestehen aus kleineren Zyklen. Die Hauptuniversalzyklen werden 'Drachen Han, 'ausgedehntes Wohlgefallen, 'Purpurnes Licht, etc. genannt; vor diesen Zyklen haben nacheinander Äonen vorheriger Zyklen existiert. Wir können nicht wissen, wieviele Zyklen es schon gegeben hat.




Das Erscheinen des purpurnen Lichtes

Nach dem Ende eines Zyklus, taucht das Universum in einen Zeitraum der Verfinsterung, in dem der mächtige Diamant Wind durch eine Welt von Chaos, einen Raum der endlosen Leere und absolute Finsternis wütet, in dem kein Licht, keine Form, keine Vorstellung zu finden ist. Sogar der lebenswichtige Atem des Dao wird in komplette Dunkelheit gehüllt. Es ist dann Zeit für die neue Geburt und das Wachstum der Natur, und der neue Zyklus des Purpurnen Lichtes fängt an. Dieses bildet den Hintergrund für das neue Leben im Universums. Es wird „das Erscheinen des Purpurnen Lichts" genannt Der Zeitraum, in dem wir momentan leben, ist ein Teil des Zyklus des Purpurnen Lichtes.

Die Wurzel der Welt: Purpur- und Jadeschrift



An diesem Punkt sammelt sich der lebenswichtige Atem des Dao (Qi) und ein achteckiges Buch erscheint plötzlich aus dieser Lücke heraus. Jeder Buchstabe im Buch ist ungefähr 12 Fuß lang, die Strahlen des Lichtes strömen von den acht Ecken des Buches. Wenn diese Strahlen vom Urfürsten des Himmels gesehen werden, weiß er, dass die Zeit gekommen ist, einen neuen Zyklus zu eröffnen. An diesem Punkt setzt er die Jade-Buchstaben in die Schmiede des Himmels, bis sie anfangen, purpurne Strahlen des Lichtes auszusenden. Deshalb werden sie die purpurnen Buchstaben genannt. Die Purpur- und Jade Buchstaben sind die Quelle der Himmel und werden die 'ursprüngliche Matrix' genannt.
Die purpurnen Buchstaben sind die Wurzel der Welt. So sagt das Buch der Erlösung: „Die purpurnen Buchstaben der Grotte des Chaos sind das Wort der ursprünglichen Wahrheit, entstanden aus der absoluten Tiefe. Zu Beginn eines Zyklus bilden sie den Kosmos und bilden die Sonne, den Mond und die Sterne und senden weiter ihr Licht. Das ist der Ursprung des Himmels. Es gibt nichts davor; sein Wesen ist Dao.“




Das Hervortreten der zweiunddreißig Himmel aus der ursprünglichen Matrix

Die Himmlische Matrix, die entstanden ist aus dem Purpurnen Buch der Jadeschrift wird auch die Ursprüngliche Matrix genannt.
Sie webt sich selbst fort in alle Richtungen und formt die zweiunddreißig Himmel. Die Welt ist gerade entstanden und ein neuer Zuklus hat begonnen. Dies wahrnehmend, öffnet der Ursprüngliche Herrscher des Himmels die Vollkommene Schrift der fünf göttlichen Tafeln was zur Formgebung der verschiedenen Geister führt. Gleichzeitig übt der Herrscher seine Macht aus um das lange Leben des Himmels und des neuen Zykluses zu sichern. So werden zweiunddreißig Himmel erschaffen und gefestigt; dazu die Drei makellosen Himmel, macht zusammen fünfundreißig Himmel oder lebensspendender Atem des Dao. Diese Energien kommen aus dem Lebenshauch des höchsten Ursprunges hervor. 




Erlösung durch die Einführung eines neuen Zyklus



Zu Beginn eines jeden Zyklus öffnet der Ursprüngliche Herrscher des Himmels die geheimen Texte und lehrt den Weg des Dao, um alle Wesen unter dem Himmel zu erretten. Individuen, die auf Grund ihrer spirituellen Entwicklung die Erlösung erreicht haben, erlangen den Rang eines Unsterblichen. Diese sind befähigt, die Apokalypse am Ende des Zyklus zu überleben und erfreuen sich ewigen Lebens. Die geheimen Schriften, welche der Ursprüngliche Herrscher des Himmels am Anfang des Zyklus aus einer geheiligten Perle entnimmt, sind das höchste Mysterium aller daoistischen Texte.

Erschaffung der Welt

'Die Erschaffung der Welt bezieht sich den auf Prozess des Hervortretens von Himmels und Erde aus dem Chaos heraus. Viele Religionen haben solch eine Theorie der Erschaffung der Welt, aber der Daoismus hat seine eigenen, einzigartigen Ansichten über diese Frage. Die Daoistische Theorie einer Kosmogonie ist im Wesentlichen eine Theorie der Entwicklung des Universums..

Author: Liu Zhongyu

Translator: David Palmer / YO
Copy Editor: David Palme

Theorie über die Evolution des Universums

Grundlegender Unterschied / Anfangsbetrachtungen / Die komplette Beschreibung ...

Prozess der Kosmogonie
Universale Zyklen oder Kalpas / Das Erscheinen des purpurnen Lichtes ...

Evolution des Universums


Grundlegender Unterschied zwischen der daoistischen Theorie der Universalentwicklung und dem christlichen Konzept der Schöpfung durch Gott



Die Frage, ob das Universum in dieser Form immer existiert hat, ist interessant, aber auch verwirrend. Unzählige Menschen haben in den letzten Jahrtausenden tief über dieser Frage nachgedacht und uns ihre Betrachtungen vorgestellt.
Wurden auch viele unterschiedliche Gedanken formuliert und selbst die wunderlichsten Geschichten erdacht, so konnte bis auf den heutigen Tag keine Übereinstimmung gefunden werden. Die zeitgenössische Meinung neigt zu der Ansicht, dass das Universum einen Anfang hatte und dass dieser Anfang ein Stadium in der Geschichte des Universums war. Das Universum als Ganzes betrachtet, hat weder einen absoluten Anfang noch ein absolutes Ende.
Die daoistische Kosmogonie hat in den letzten zweitausend Jahre eine ähnliche Ansicht zur Entstehung des Universums vorgeschlagen. Diese Theorie der Universalentwicklung ist radikal verschieden zu der christlichen Theorie der Erschaffung des Universums durch einen Schöpfer -Gott . Der Daoismus ist der Ansicht, dass die Entwicklung des Universums seinen eigenen Gesetzen folgt und nicht das Produkt einer göttlichen Schöpfung ist. Eher ist es das Produkt einer spontanen Entwicklung unter der Steuerung des großen Dao. Die höchste Göttlichkeit im Daoismus, der Urfürst des Himmels, taucht erst während des Evolutionsprozesses auf, den er hilft, voran zu bringen. Das Christentum dagegen ist der Ansicht, dass Gott die Welt aus absolutem Nichts heraus erschuf.




Anfangsbetrachtungen über den Ursprung des Universums




Schon früh hatte Laozi über den Ursprung des Universums nachgedacht. Er war der Ansicht, dass Himmel und Erde nicht unbestimmt existiert haben. Das Dao ging der Anordnung des Himmels und der Erde voraus. Der Prozess der Erzeugung des Himmels und der Erde durch Dao wird in der folgenden Formel wiedergegeben: "Dao erzeugt eins,
eins erzeugt zwei,
zwei erzeugt drei,
drei erzeugt die unzähligen Wesen."
Das heißt, Dao erzeugte das Ureine, das sich in zwei gegenüberliegende Kräfte unterteilte, deren Durchdringung alle Wesen erzeugte.
Später wurde von anderen daoistischen Theoretikernsystematischere Theorien über den Ursprung der Welt formuliert.
Diese wurden in dem Text "die Quelle von Dao" besprochen, welche die Anordnung des Himmels und der Erde unterstreicht, dass dort aber nichts als der grenzenlose dunkle Raum war, in dem nichts existierte. Es gab nur (den wesentlichen lebenswichtigen Atem) Qi und (den lebenswichtigen Atem des) Geist, überall verteilt. Dieser wesentliche und geistige lebenswichtige Atem bezieht sich auf verschiedene Funktionen des Dao, die die Welt und die unzähligen Wesen bildeten. 




Die komplette Beschreibung des Ursprung des Universums seit den Anfängen der Wei-und Jin-Dynastien.



Ge Hong, ein berühmter Daoist und bekannter Astronom in der Jin-Dynastie, bildete einen wichtigen Beitrag zur Daoistischen Kosmogonie. In seinem Klassiker des Meisters, der die Einfachheit umfaßt, beschreibt er das Konzept der Mysterien und deren Effekt auf die Anordnung des Himmels und der Erde. In seinen späteren Jahren als Einsiedler auf dem Luohushan, schrieb er sein wichtigstes Werk, das Geheime Kissen-Buch in dem er "den höchsten erhabenen Ursprung“ besprach und unterstrich, dass vor der Erschaffung der Welt, das ursprüngliche Chaos wie ein Ei war, innerhalb dessen der vollkommener Mensch Pangu war, der sich König des Urhimmels nannte.
Während das Universalei in seinen Anfangsstadien größer wurde, wuchs Pangu innerhalb des Eies. Zur Entstehung der Welt stiegen die hellen Elemente aufwärts, um den Himmel zu bilden und die schweren Elemente sanken ab, um die Erde zu bilden, während der König des ursprünglichen Himmels auf dem Jade Kopf Berg thronte, der in der Mitte des Himmels lag. Später wurden andere Geister, Menschen und Tiere erschaffen. Die Theorie Ge-Hongs wurde später zu einer systematischen Kosmogonie entwickelt.
Um das Ende der östlichen Jin veröffentlichte der Enkel des Bruders von Ge-Hongs, Ge Caofu, mehrere Schriften, darunter das "Hoch Erhabene Buch des Numinosen Schatzes zur grenzenlosen Rettung der Menschheit" und beschrieb auch in anderen Büchern vollständig den Prozess der Entstehung der Welt.
Später erschien das "Buch der Öffnung des Himmels durch den Obersten Ehrwürdigen Fürsten", in dem ebenfalls die Frage der Schöpfung von Himmel und Erde besprochen wird.
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Allgemeine Darstellung des Daoismus

Eine kurze Beschreibung des Daoismus:
Daoismus ist Chinas eigenständige traditionelle Religion; der Name bezieht sich auf den Begriff DAO, dem höchsten Objekt des daoistischen
Glaubens. Dessen Kern liegt in der Überzeugung, dass Menschen durch einen Prozess von Selbstkultivierung und Verfeinerung in einen Zustand der Unsterblichkeit gelangen können. Die daoistische Religion bezieht sich auf Laozi als ihren Gründer, ihre wichtigste Schrift ist demnach dessen Buch vom Weg und der Tugend. Der Daoismus entstand langsam im Laufe der Jahrhunderte, auf der Grundlage der frühzeitlichen chinesischen Verehrung des Himmels und der Ahnen. Mit der daoistischen Philosophie als Unterbau wurden die Theorien von Yin - Yang, der Mohisten, der konfuzianischen und legalistischen Schulen absorbiert, und verwuchsen mit den Pfaden der Kultivierung magischer Lehren, der Vorstellung von Unsterblichkeit und der Huang-Lao Tradition.
Seit ihrer Formierung in der Mitter der Han-Dynastie (25 - 220 u.Z.) unterlief die daoistsiche Religion verschiedene Phasen der Entwicklung, Änderungen und Reformen, Zeiten der Blüte, Aufsplitterung in diverse Sekten und ebenso einen graduellen Niedergang im Verlauf von fast zweitausend Jahren. Während der Zeiten seiner Entwicklung nahm der Daoismus Einfluss auf die chinesische Politik, die Ökonomie, Philosophie, Literatur, Kunst, Musik, Medizin, Gesundheitsförderung, Atemtechniken, der Ethik und die Sitten. Der Daoismus hinterließ Spuren in Form von Schriften, Tempeln und Monumenten, Skulpturen und Steininschriften, womit er die kulturellen Schätze Chinas bereicherte und einen bedeutenden Beitrag zum Fortschritt der menschlichen Zivilisation lieferte.
Author: Jiang Sheng

Übersetzung: Y.O.


Ursprung und Entstehung des Daoismus
Daoistische Philosphie und daoistische Religion, Daoismus und Unsterblichkeit, Daoismus und frühzeitliche religiöse Rituale ...

Die Entwicklung des Daoismus
Frühestes Auftauchen des Daoismus, Daoismus während der frühen Han Dynastie, Daoismus während der Wei, Jin, Südlichen und Nördlichen Dynastien ...


Die Hauptsekten des Daoismus
Die Tradition der Orthodoxen Einheits-Sekte, Sekte des Elexier- Kessels, Sekte der Talismane und Register ...

Herausragende Philosophen und vollkommene Daoisten
Der Gelbe Kaiser, Laozi, Zhuangzi ...


Himmlische Höhlen und segensreiche Plätze
Die zehn Kontinente und Drei Inseln, die zehn großen himmlischen Höhlen, die sechsunddreissig kleinen himmlischen Höhlen ... 
 
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